Rund um Sportbekleidung, Trends und Neuheiten

Rund um Sportbekleidung, Trends und Neuheiten
Die Fortbewegung zu Fuß ist uns nicht nur angeboren, sondern die einzige menschentypische Fortbewegungsvariante, mit der uns die Natur genetisch ausgestattet hat.



Regelmäßige Bewegung hält fit!
Aufgrund von monotonen und lang anhaltenden Muskelkontraktionen beim Stehen und Sitzen, verlernen viele Menschen diese Fähigkeit der Fortbewegung. Das soll aber keinesfalls bedeuten, dass der größte Teil der Menschen nicht mehr in der Lage ist zu Laufen, sondern oft beim Laufen und Wandern an seine körperlichen Grenzen gerät, diese sind dann durch Atemnot, eine zu hohe Herzfrequenz, Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe oder Unwohlsein zu spüren.


Dieses Problem haben schon sehr viele Deutsche erkannt und trainieren in der heimischen Natur und bereiten sich so auf zahlreichen Lauf-, Walking- und Wanderveranstaltungen, wie den Rennsteiglauf, den Oberelbemarathon (Königstein – Dresden), den Hansaplast - Marathon (Hamburg), den Berlin - Marathon u.v.a. vor.

Laufen und Joggen
Der Klassiker unter den Sportarten schlechthin – nicht nur aus genetischer Veranlagung heraus, sondern vielmehr ein Ausgleich zum Alltagsstress. Die Anzahl der Laufbegeisterten ist jedes Jahr steigend und die Begeisterung reist nicht ab. Kein Wunder, denn wer einmal den Knackpunkt im Training erreicht hat, läuft nicht mehr nur aus sportlicher Begeisterung, sondern holt sich immer neue Endorphine – das sind körpereigene Morphine (schmerzlindernde Enzyme), ausgeschüttet, was zu einem unvergleichbaren Hochgefühl führt.. Ab dort wird Laufen zum Vergnügen und wirkt erfrischend und kann auch entspannen. Leider geben viele Laufneulinge zu früh wieder auf und kommen nicht in diesen Genuss. Das liegt aber nicht an mangelnder Kondition, sondern vielmehr am falschen Training.

Grundsätzlich darf jeder joggen. Anfänger und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten vor Beginn ihren Hausarzt konsultieren. Bei Schmerzen im Bewegungsapparat, Herzfehlern, Herz – Rhythmus – Störungen und schweren Leber- und Nierenschäden sollte man nicht Laufen!

Walking
Die sportliche Art des Wanderns heißt Walking. Hier kommt es darauf an, schnellen Schrittes zu gehen. Walking eignet sich ideal für Anfänger, sehr gut zur Gewichtsreduktion und bei Kreislaufschwäche und wird oft als Einstieg zum Laufen genutzt.

Nordic Walking ist mit gutem Grund „in“, denn es ist bewiesenermaßen fast doppelt so effektiv wie normales Walking ohne Stöcke. Durch die zusätzliche Arm-Stockarbeit (ähnlich Skilanglaufen) wird der gesamte Muskelapparat beansprucht. Schulter- und Brustmuskulatur werden gestrafft, die Arme gestärkt und gleichzeitig lösen sich Muskelverspannungen im Nacken und in der Schulterregion. Selbst bei niedrigem Tempo wird die aerobe Fitness gesteigert. So erhöhen sich die Pulsfrequenz und der Energieumsatz.

Beim Power Walking hingegen, benutzt man Zusatzgeräte, wie Gewichtsmanschetten, Zugbändern und Hanteln. Damit werden die Muskeln (auch Oberkörper und Arme) zusätzlich gestärkt und gefestigt. Weiter ist ein Anstieg der Herzfrequenz, des Stoffwechsels und der Sauerstoffaufnahmen ins Blut zu messen.

Wandern
Der wohl beliebteste Freizeitsport der Deutschen zieht die Menschen scharenweise in die Natur. Nun ist das Wandern, nicht nur wegen des Naturerlebnisses so beliebt, sondern vielmehr ein familienfreundlicher Sport, bei dem Jung und Alt gleichermaßen gefordert werden. Insbesondere die Sachsen sind ja als „wanderndes Völkchen“ bekannt.


Die richtige Bekleidung
Außer ein paar passende Schuhe benötigt man grundsätzlich eine Hose und T-Shirt. Für die Übergangszeiten und den Winter ist eine Gore-Tex-Jacke das Optimum, dazu Tights (lange Stretchhosen), ein Thermoleibchen und ev. Kopfbedeckung und Handschuhe. Im Sommer, ist auf leichte Kleidung und ausreichenden Sonnenschutz (Basecup etc.) zu achten!
Um übermäßiges Schwitzen oder eine Unterkühlung zu vermeiden, empfiehlt es sich nach dem Zwiebelschalenprinzip zu kleiden. So können Sie die Bekleidung auf Wetterverhältnisse, Belastungsintensität, Fitnesszustand und körperlichem Empfinden abstimmen.

1. Schicht (liegt direkt auf der Haut)
Hier empfiehlt sich leichte Sportunterwäsche aus Mikrofaser in Maschenware. Diese sollte möglicht eng anliegen, um Schweiß sofort aufzunehmen und nach außen zu transportieren.

2. Schicht (Isolationsschicht)
Diese Schicht hat die Aufgabe, zu wärmen und die Feuchtigkeit der untersten Schicht weiterzuleiten. Dazu empfehlen sich Bekleidungsteile mit einer speziellen Mikrofaser. Hier sollte man die Dicke von der Außentemperatur abhängig machen.

3. Schicht (Wind- und Wetterschutzschicht)
Diese Schicht hält uns trocken, schützt vor stark auskühlenden Winden und leitet die Feuchtigkeit von innen nach außen ab. Jacken und Westen aus Mikrofaser bieten einen optimalen Tragekomfort, weisen Wind und Wasser von außen ab und besitzen zudem eine Membranfunktion, die Feuchtigkeit nach außen verdampfen lässt. Aus diesem Grund sind absolut wasserdichte Sachen weniger geeignet.

Laufschuh
An den Laufschuhen sollte man nicht sparen! Marke, Design und Farbe darf keine Rolle spielen, wenn ein Fachmann das richtige Paar empfiehlt! Laufen (nicht gehen!) sie beim Kauf mit den Schuhen! Falsche Schuhe können schwerwiegende Schäden verursachen!


Fußtypenbestimmung
Pronation: Unter Pronation versteht man das natürliche Einknicken des Fußes nach innen bei jedem Laufschritt. Ein leichtes Pronationsverhalten ist physiologisch normal. Bei einer Überpronation knickt der Läufer übermäßig stark nach innen ein. Hier ist es angebracht für einen Ausgleich zu sorgen, um Verletzungen vorzubeugen, sei es in Form eines Schuhs, der auf der Innenseite besonders stützt, oder durch Einlagen.

Unterpronation: Weit seltener als Überpronation, auch Supination genannt. Der Fuß knickt nach dem Auftreten nicht nach innen ab. Indiz für ein solches Laufverhalten sind abgelaufene Außensohlen. Leisten: Es gibt verschiedene Leistenformen: gerade, gebogene und leicht gebogene. Bei geraden Leisten ist die mediale Seite des Schuhs gerade gestaltet, die Fußinnenseite ist dabei besser gestützt als bei gebogenen Leisten. Gebogene Leisten sind für Läufer ohne Fußprobleme geeignet.

Normalfuß: Der Normalfuß hat ein normales Fußgewölbe. Der Fußabdruck macht Vor-, Mittel und Rückenfußbereich sichtbar. Der Normalfüßler berührt beim Laufen erst mit der Außenseite des Rückenfußes den Boden. Dann knickt er nach innen ab (natürliche Pronation), um den Aufprall des Fußes aufzufangen.

Senkfuß: Senkfüße haben ein niedriges Fußgewölbe und hinterlassen einen kompletten Fußabdruck. Senk- Spreizfüßler knicken nach der Landephase sehr stark nach innen ab (Überpronation). Das führt bei falschen Schuhauswahl oftmals zu Verletzungen.

Hohlfuß: Läufer mit Hohlfüßen knicken in der Landephase überwiegend nicht nach innen ab (Unterpronation). Sie hinterlassen nur im Vor- und Rückfußbereich einen Abdruck. Der Mittelfuß ist nur an der Außenseite zu erkennen. Ihnen fehlt der natürliche Aufprallschutz des Fußes.

Schnürungen für verschiedene Fußtypen
Schmale Füße: Wählen Sie beim Schnüren immer nur die äußersten Löcher der Schnürung, dies hilft, den Schuhschaft fester um den Fuß zu ziehen.

Breite Füße: Wählen Sie beim Schnüren nur die inneren Löcher der Schnürung, so nutzen Sie das gesamte Volumen des Schuhschaftes.

Hohlfüße: Schnüren Sie nach dem parallelen Schnürsystem. Achten Sie darauf, dass die Schnürsenkel nie über Kreuz gebunden werden.

Überpronierer: Schnüren Sie die Schuhe wie bei einem schmalen Fuß. So stabilisieren Sie den Schuh im Bereich des Fußgewölbes.

Tipps zum Laufschuhkauf
1. Körpergewicht angeben, besonders wichtig bei hohem Körpergewicht.
2. Fußtyp und Beinstellung angeben, z.B. Senk-, Spreiz-, Knick-, Hohlfuß, O- Bein.
3. Laufstil angeben, z.B. Fersen- oder Vorfußläufer/in und wenn bekannt
Überpronierer/in, Supinierer/in. (kann durch Laufanalyse beim Fachhändler bestimmt werden)
4. Getragene Sport-/Laufschuhe mitbringen, da der Fachberater hieraus wichtige Rückschlüsse ziehen kann.
5. Verwendungszweck angeben, z.B. Trainingsschuh für harten Untergrund, Trainingsschuh auch für schnellere Läufe, Trainingsschuh für wechselnde Untergründe, etc.
6. Schuhkauf zu einer späten Tageszeit, da der Fuß dann sein größtes Volumen (durch Blutstauung und Wärme) erreicht hat, sowie auch bei Belastung die Längen und Ausdehnung variieren.
7. Bei der Anprobe sollten Sportsocken verwendet werden, da die Schuhgröße durch dickere Socken bis zu einer ½ Nummer differieren kann.
8. Auf ausreichende Zehenfreiheit achten, da sich der Fuß beim Abdruck nach vorne schiebt (mind. 1 Fingerbreite), ebenso sollte der Fuß im Ballenbereich nicht vom Obermaterial eingeengt werden, da ansonsten die Bewegung der Knochen, Sehnen und Muskeln beeinträchtigt wird (ungünstige Muskelvorspannung und Sehnenführung).
9. Da häufig die Fußlängen rechts und links nicht identisch sind, muss sich unbedingt am größeren Fuß orientiert werden.
10. Laufschuhe einige Zeit anbehalten und möglichst laufend ausprobieren, wobei auf korrekte Schnürung zu achten ist (kein Schlupf in der Ferse, dennoch nicht zu straff, (siehe 7.).
11. Sorgfältige Schnürung hilft den Fuß zu stabilisieren und verhindert übermäßige Bewegung des Fußes im Schuh (Reibung, Blasenbildung). Man erreicht einen optimalen Sitz; indem man die Zehen nach oben streckt, die Ferse in die Fersenschale drückt und die Schnürbänder dann festzieht und bindet.
12. Nicht mehr als 2 - 3 Modelle anprobieren, bei Entscheidungsunsicherheit besser noch einmal den Fachhändler aufsuchen.
13. Damen sollten einen speziellen Damenleisten verlangen, welcher von den Proportionen in der Ferse schmaler und im Vorfuß breiter gefertigt ist. Es spricht aber bei einer Dame mit 'großem, breitem' Fuß nichts gegen ein Herrenmodell, wenn die Passform stimmt.
14. Nehmen Sie, falls angeboten, eine Analyse des Bewegungsablaufes in Anspruch (Laufband, Druckmessplatte, o.ä.).
15. Der Sportschuh sollte möglichst leicht sein und eine Biegelinie unter dem Ballenbereich aufweisen.
(nach RUNNERS POINT)

Pflegehinweise
Der Sportschuh sollte nicht in der Waschmaschine gereinigt werden, da der Kleber ab ca. 45° seine Effektivität verliert, Waschmittel chemische Reaktionen mit Kleber und (gefärbten Teilen) des Obermaterials verursachen und EVA unter Hitzeeinwirkung seine Struktur verliert. Empfehlenswert ist die Reinigung mit lauwarmem Wasser und einem Reinigungsmittel (z.b. nicht aggressives Spülmittel) sowie einer Handbürste.


Walkingschuh
Zum Walking kann man spezielle Walkingschuh benutzen. Dieser Schuh bilden eine Mischung aus Lauf- und Wanderschuh. Weiter eignen sich auch Laufschuhe (mit guter Geländeeigenschaft) oder leichte Wanderschuhe zum Walken. Bei der Auswahl des richtigen Schuhs gelten die gleichen Kriterien, wie bei einem Laufschuh.

Wanderschuh
Die Wandergegend bestimmt die Auswahl des richtigen Modells. So gibt es Schuhe
- für leichte Wandern in sehr anspruchslosem Gelände (flache, bequeme und leichte Form – die sich auch zum Walking eignet)
- für durchwachsenes Gelände (kleine Wurzeln, Steine usw.) – meist halbhoch mit fester und rutschsicherer Sohle
- für alpines Gelände – strapazierfähiges Obermaterial mit einer rutschfesten Sohle (Vibram) und einer hohen Festigkeit im Schuh mit hohem Schaft.

Beim Kauf sollten Sie sich ebenfalls im Fachgeschäft beraten lassen und die Auswahlkriterien des Laufschuhs beachten.

 

Gefunden bei: www.mdr.de

 

www.Runnersnews.de