Sport trotz Erkältung?

Bei aufkommender Krankheit Training einschränken...

Wenn uns wieder einmal die Erkältungsviren erwischt haben, das ist durchschnittlich viermal im Jahr der Fall, fragen wir uns, ob es wohl schädlich sein könnte weiter Sport zu treiben.
Grundsätzlich sollten Sie deshalb das Training zumindest einschränken. Gerade wenn Sie sich krank fühlen, sollten Sie besonders auf die Zeichen Ihres Körpers hören. Fieber zum Beispiel ist ein unmissverständliches Zeichen sich zu schonen. Sie sollten auf keinen Fall mit Fieber trainieren. Eine erhöhte Temperatur bedeutet zusätzlichen Stress für unseren Organismus. Der Körper ist bereits in Alarmbereitschaft und es kommt viel leichter zu Eiweißabbau und Kreislaufproblemen. Das wirkt sich negativ auf die Muskelkraft und Ausdauer aus und Sie sollten in dieser akuten Phase der Erkrankung auf keinen Fall Sport treiben. Sie benötigen schon genug Energie um wieder gesund zu werden.

Fragen Sie Ihren Arzt wieviel Sport Sie sich zumuten dürfen
Gehen Sie bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zu Ihrem Hausarzt oder Sportmediziner und fragen Sie Ihn, wieviel Sport Sie sich zumuten dürfen. Stellt der Arzt beispielsweise die Diagnose einer eitrigen Mandelentzündung, dürfen Sie bis zur vollständigen Ausheilung keinen Sport ausüben.
Ein Verstoß gegen diese Regel kann schwere Folgen haben. Denn nicht selten kann es zu einer Mitbeteiligung des Herzen kommen, Streptokokken, die häufigsten Mandelentzündungserreger, können an einer Herzmuskelentzündung maßgeblich beteiligt sein. Das größte Problem dabei ist, dass der Beteiligte nicht unbedingt etwas davon mitbekommen muss. Die Symptome sind nämlich eher uncharakteristisch: Fieber, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Brustkorb. Auch hinter Halsschmerzen, allgemeinem Unwohlsein und einer laufenden Nase kann sich der gleiche Erreger verbergen und bei fehlender Behandlung neben der schon erwähnten Herzmuskelentzündung auch eine Nieren- und Gelenkentzündung verursachen. Bettruhe und das richtige Antibiotikum sind hier unumgänglich, um ernste Folgeschäden zu vermeiden.

Vergessen Sie den Rat, eine Grippe herausschwitzen zu können
Schonen Sie sich, bis Sie fieberfrei sind und nehmen Sie das Training unter Pulskontrolle erneut auf. Sie sollten sich dann zunächst nur im lockeren Grundlagen-Ausdauerbereich belasten. Wer sich in regelmäßigen Abständen beim Sportmediziner einem Laktat-Stufentest unterzieht hat einen großen Vorteil. Bei diesem Test wird die anaerobe Schwelle und der Auslastungspuls bestimmt. Die ermittelten Pulsvorgaben sind nicht nur für den Trainingseinstieg und -aufbau von großem Nutzen, sondern auch bei einem beginnenden Infekt oder banalen Schnupfen. Denn eine Pulserhöhung ohne erkennbare Ursache kann ein Warnsignal sein. Um Ihr Immunsystem nicht unnötig zu strapazieren, reduzieren Sie in diesem Fall sofort die Trainingsintensität und unterstützen die Abwehrkräfte mit ausreichender Vitaminzufuhr und Immunstimulanzien. Außerdem: wenn der Puls verrückt spielt sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen! Regelmäßige Bewegung stärkt zwar unser Immunsystem, aber zuviel kann es auch schwächen. Leistungssportler sind besonders in trainingsintensiven Perioden anfällig für Erkältungen.
Das gleiche gilt auch für Freizeitsportler, die es ein wenig zu gut meinen, oder Kinder, die im Schulsport nicht merken, wie sehr sie sich wirklich verausgabt haben. Außerdem ist das Ansteckungsrisiko in der Schule oder im Fitness-Studio generell erhöht, weil so viele Menschen zusammenkommen.

Grippe Impfung sinnvoll
Für alle Sportler die besonders infektanfällig sind und auch im Winter hart trainieren, ist darum eine Grippeimpfung sinnvoll. Diese schützt zwar nicht vor dem einfachen Schnupfen, aber vor bestimmten Grippeviren, die das Training garantiert für mindestens eine Woche vereiteln könnten. Die Grippe selbst ist ja nicht besonders gefährlich, aber sie öffnet Tür und Tor für andere, besonders bakterielle Infektionen. So kann sich ganz schnell aus einer Grippe eine Lungenentzündung entwickeln. Optimal für wirksamen Grippeschutz ist der frühe Herbst. Im Prinzip macht es aber noch den ganzen Winter Sinn, sich impfen zu lassen, da die Grippeperiode bis März andauern kann. Aber der Schutz setzt erst etwa zwei Wochen nach der Impfung ein und sie muss jedes Jahr erneut verabreicht werden, da die Grippestämme von Jahr zu Jahr wechseln.

 

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