Sport ist Medizin für den Körper

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Bewegung ist Lebenswichtig.

Auf und nieder, immer wieder...

Sport ist Mord - diese Aussage des Volksmundes hat schon lange keine Geltung mehr. Sportliche Aktivitäten (in Maßen) helfen nicht nur das körperliche Wohlbefinden zu steigern, sondern wirken sich auch positiv auf die Psyche aus. Man fühlt sich jünger, ausgeglichener und gesünder. Forscher fanden mittlerweile heraus, dass Sport nachweislich auch vorbeugende, bei einigen Leiden sogar für den Heilungsprozess fördernde Wirkung hat. Die Liste der Erkrankungen, die sich durch körperliche Aktivitäten zumindest mildern lassen, wird immer länger.

Migränepatienten z.B. berichteten von einer drastischen Reduzierung ihrer Anfälle, seitdem sie mit sanftem Ausdauersport begonnen hatten. Die Erklärung liegt auf der Hand: Der Sport lockert die Muskulatur und hat einen positiven Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Aber auch Menschen, die unter chronischen Schmerzzuständen gelitten haben, stellten eine positive Wende fest, nachdem sie sich regelmäßig sportlich betätigt hatten. Rheuma-, Kopf- und Rückenschmerzen traten deutlich seltener und in schwächerer Form auf. Viele Ärzte empfehlen sogar, sich nach Bandscheibenoperationen schnellstmöglich wieder zu bewegen. Um so länger die Ruhephase nach der Operation, um so schlimmer die Symptome, da die Muskulatur im Rücken immer mehr erschlafft. Vor allem den Bauchmuskeln kommt hierbei eine im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle zu. Durch ein maßgeschneidertes Sportprogramm lassen sich viele Probleme von vornherein vermeiden.

Neben der therapeutischen Wirkung wird der Medizin auch immer mehr die präventive Rolle des Sports bewusst. Selbst bei Herzinfarktpatienten gilt der Sport neben Ernährungsumstellung und Medikamenten als die beste Möglichkeit einen erneuten Rückfall zu verhindern. Wer regelmäßig Sport treibt, trainiert die Körpermuskulatur und erleichtert damit die Herztätigkeit. Die gestärkte Blutpumpe wird leistungsfähiger. Wer seinen Ruhepuls um nur 15 Schläge senkt, erspart seinem Herzen viel Arbeit: (nämlich ca. 650.000 Schläge im Monat). Außerdem wirkt sich die körperliche Anstrengung auch auf den Cholesterinspiegel aus. Durch regelmäßigen Sport, so ergab eine Studie aus den USA, sank das "schlechte" LDL-Cholesterin um bis zu 8 Prozent, während das "gute" HDL-Cholesterin deutlich anstieg.

Andere Krankheiten, bei denen der Sport sie zu vermeiden helfen kann, sind z.B. Diabetes Typ II und Bluthochdruck. Bei ersterer Erkrankung liegt eine Insulinresistenz der Körperzellen vor, so dass der Blutzuckerspiegel trotz Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse nicht genügend gesenkt wird. Man nennt dies relativen insulinmangel. Diese Krankheit ist einerseits erblich bedingt, wird durch Übergewicht aber noch verstärkt. Sport wirkt in diesem Fall nicht nur vorbeugend, sondern verbessert auch das Krankheitsbild bei Diabetikern. Durch einen erhöhten Stoffwechsel wird auch die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen erhöht. Dadurch wiederum sinkt dann der Blutzuckerspiegel.
Ausdauertraining hilft auch hohen Blutdruck zu senken und Bluthochdruck vorzubeugen. Ist der Blutdruck zu niedrig empfiehlt sich eher Kraft- als Ausdauertraining.
Die University of Southern California kam zu dem sensationellen Befund, dass Frauen, die regelmäßig Sport treiben, ein 50% geringeres Risiko haben an Brustkrebs zu erkranken. Auch bei Depressionen hat sich z.B. Laufen als hilfreich erwiesen. Bei der Behandlung einer Depression finden vor allem Psychotherapie (insbesondere Verhaltenstherapie) sowie auch Pharmakotherapie (Antidepressiva) Anwendung. Daneben wird in den letzten Jahren der Behandlung durch eine Sporttherapie zunehmend mehr Bedeutung zugeschrieben. Diese Therapiemethode hat nicht den Anspruch, eine umfassende Psychotherapie zu sein, sondern sieht sich als eine unterstützende Maßnahme in dem gesamten therapeutischen Behandlungsprozess. Der antidepressive Effekt des Sports wurde sowohl in der "Normalpopulation" bei milddepressiven Personen als auch in klinischen Populationen bei mittelschwer- und hochdepressiven Patienten aufgezeigt.

 

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