Der Lauf zum Glück

Stress wird auf einfache Art und Weise abgebaut.

Tanja Rupprecht-Becker

Der Lauf zum Glück Joggen ist inner den je. Das hat viele Hintergründe. Man kann es zu jeder Tag und Nachtzeit machen. Der Ort ist auch beliebig. Und ein wichtiger Aspekt ist auch der finanzielle. Ein T-Shirt, eine Shorts und Turnschuhe hat jeder in seinem Kleiderschrank. Doch –wie bei jeder Sportart – sollte man wissen, wie es am sinnvollsten ist.


Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland schlüpfen regelmäßig in ihre Joggingschuhe und laufen durch Parks und Wälder, tanken Sauerstoff und fühlen sich danach wie neugeboren. Joggen zählt zu den gesündesten Sportarten. Es stärkt die Muskulatur und kräftigt Herz und Kreislauf. Doch Vorsicht: Eine Überdosis "Laufen" kann zu einer negativen Beeinflussung unseres körperlichen und seelischen Wohlbefindens führen. Dabei geht es um den Umfang und die Intensität. Es wäre fatal von einem Tag zum anderen mit einem Marathontraining zu beginnen, wenn man in den vergangenen Monaten, ja sogar Jahren, nie gejoggt ist. Je besser der Trainingszustand ist, desto höher ist auch die Grenze anzusetzen, ab der es zu gesundheitlichen Problemen kommen kann. Für einen Laufanfänger mit 30 kg Übergewicht können bereits 10 Kilometer in der Woche eine Überforderung mit entsprechenden Problemen bedeuten. Ein Leistungsläufer mit einem wöchentlichen Durchschnitt von über 100 km wird kaum belastet fühlen. Im Gegenteil bei diesem Extremfall kann es sogar durch Unterforderung zu gesundheitliche Probleme kommen. Diese Beispiel sollen verdeutlichen, wie wichtig es ist, beim Joggen auf seine Kondition zu achten. Es dauert einfach seine Zeit, das die persönliche Leistung steigt.

Bei vielen Anfängern zeigen sich nach den ersten Runden schon die ersten Wehwehchen. Die Wade zwickt und der Magen dreht seine eigenen Runden. Das sind die typischen Anfängerfehler. Statt loszusprinten und verkrampft nach Luft zu schnappen, lassen sie es langsam angehen. Bewusst und kontrolliert ausatmen und die Geschwindigkeit nach dem eigenen Wohlfühl-Tempo wählen. Niemand jagt hinterher und auf der Flucht ist der Jogger auch nicht. Zwickt es im Magen, dann wird das Zwerchfeld durch zu hohe Beanspruchung unzureichend durchblutet. Achten Sie besser auf die Freude beim Laufen und wenn sich mal Unlust einstellt, dann scheuen Sie sich nicht eine Pause einzulegen. Es reicht auch vollkommen aus, wenn dreimal pro Woche die Schuhe geschnürt werden. Wichtig ist mindestens ein Regenerationstag nach jedem Training. (www.laufsport-marathon.at).

Was jedoch das eigentlich interessante ist. Laufen lässt die Pfunde purzeln. Der Stoffwechsel wird erhöht und somit der Kalorienverbrauch kräftig gesteigert. Durch den "Nachbrenneffekt" übrigens auch im Ruhezustand. Ein Jogger, der neun Stundenkilometer schnell läuft, verbraucht 665 Kalorien in der Stunde. Regelmäßiges Joggen verbessert ganz entscheidend die Gesundheit. Unser gesamter "Motor" - das Herz-Kreislauf-System - läuft ökonomischer: Das Herz schlägt ruhiger, die Sauerstoffaufnahme verbessert sich, die Durchblutung wird gesteigert und noch vieles mehr. Wozu das gut ist? Zum Beispiel den so genannten "Zivilisationskrankheiten" wie Bluthochdruck, Arterienverkalkung oder Schlafstörungen Paroli zu bieten. Aber auch gegen Grippe und Erkältung ist Joggen gut - das Immunsystem wird um das Fünffache gestärkt.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Schuhe. Denn beim Laufen müssen die Füße das drei- bis fünffache des eigenen Körpergewichts abfangen. Beim Anfänger sind die Muskeln noch nicht so gut trainiert und vielen mangelt es zunächst an der richtigen Technik. Und mit den falschen Schuhen kann auch die gesündeste Sportart zum Martyrium werden. Wer Laufambitionen hegt, sollte sich im Sportfachgeschäft beraten lassen. Tipp: Nehmen Sie einen alten Schuh mit. Ein guter Verkäufer sieht an der Struktur der abgelaufenen Sohle, welcher Schuh am besten zu Ihnen passt.

Und zu guter letzt: Laufen macht glücklich. Durch das Joggen wird nämlich das Glückshormon Serotonin freigesetzt. Das Resultat: Man fühlt sich entspannt - schwierige Probleme scheinen auf einmal nicht mehr unlösbar. Stress wird auf einfache Art und Weise abgebaut.

Gefunden bei: http://zeus.zeit.de

www.Runnersnews.de