Das Pechprinzip  

Pech
Um sich die Behandlung bei akuten Verletzungen zu merken, kann man eine Esselsbrücke benutzen. Denken Sie daran, daß ein verletzter Sportler PECH gehabt hat!
PECH steht für:
Pause: Alle Belastungen, die weitere Beschwerden oder Schmerzen hervorrufen, müssen vermieden werden. Pause heißt nicht unbedingt absolute Passivität sondern eher Bewegungen durchzuführen, bei denen die verletzten Strukturen nicht belastet werden. Es kann eventuell eine Trainingsumstellung erfolgen (Schwimmen oder Radfahren anstatt Laufen), wenn diese Belastungsformen keine Schmerzen hervorrufen. Dadurch werden die eigenen Heilungsprozesse des Körpers aktiviert, so dass der Wiederaufbau schneller stattfindet.
Eis: Kälte wirkt der Gefäßerweiterung entgegen (z.B. beim Schwimmen in kaltem Wasser wird die Haut weiß, weil die Gefäße enger werden). Durch die eintretende Gefäßverengung geht weniger Flüssigkeit in die Gewebe verloren, Wärme und Schwellung werden geringer. Nach einer primären Phase der Einengung von ca. 5 bis 7 Minuten dehnen sich die Blutgefäße wieder aus (die sogenannte reflektorische Dilatation); aus diesem Grund sollte Eis nicht länger als 10 Minuten verwendet werden. Nach einer Pause von 5 bis 10 Minuten darf das Verfahren wiederholt werden. Eis nie direkt auf die Haut legen sondern in ein Tuch einwickeln bzw. eine Eistüte benutzen!
Compression (Kompression): Der äußere Druck (z.B. Gips, Verband) wirkt schwellungshemmend und schmerzlindernd.
Hochlagern: Durch den hydrostatischen Druck kehren die verlorenen Flüssigkeiten durch das lymphatische System wieder in den Körper zurück.
Die Behandlung nach diesen Richtlinien erfolgt in den ersten 48 bis 72 Stunden nach der Verletzung. Nach dieser Zeit stellt man in der Regel die Behandlung auf Wärme und leichte Belastungen um, um die körpereigenen Reparationsmechanismen zu aktivieren. In dieser Phase der Behandlung wendet man Wärme (15-20 Minuten, mehrmals am Tag) und Aktivität bei niedrigen Belastungen an. Je nach Bedarf kann man weitere Behandlungen wie Ultraschall oder Infrarotbestrahlung benutzen, um den lokalen Stoffwechsel zu fördern und die Heilungsprozesse zu aktivieren.
 

 

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